Über uns

Die Geschichte des Frauenhauses Cocon (ehemals „4. Frauenhaus“) begann im Herbst 1989. Eine Gruppe von fünf Frauen aus dem Ostteil Berlins hatte sich zusammengefunden, um Gewalt gegen Frauen und Kinder in der DDR ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Wie in den alten Bundesländern war Männergewalt auch in der DDR eine Problematik, mit der Frauen alltäglich konfrontiert waren. Gleichzeitig war sie in hohem Maß tabuisiert. Staatliche Sozial- und Gesundheitseinrichtungen waren weder personell, noch materiell oder ideell in der Lage, wirksamen Schutz und Unterstützung zu bieten. 1990 gründeten diese Frauen den „Verein zum Schutz physisch und psychisch bedrohter und mißhandelter Frauen und ihrer Kinder“. Ihr Ziel war die Errichtung eines Autonomen Frauenhauses, die Schaffung von Zufluchtswohnungen sowie die Enttabuisierung und Entprivatisierung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder.
Das 4. Frauenhaus nahm 1992 unter der Trägerschaft dieses Vereins seine Arbeit auf. 1997 trennten sich die Projekte. Das 4. Frauenhaus ging in die Trägerschaft des neu gegründeten Cocon e.V. Frauenverein Berlin über.

Anlässlich unseres 20-jährigen Jubiläums, dass wir am 20. September 2012 gefeiert haben, bekam unser Projekt Frauenhaus einen neuen Namen und heisst seit dem „Frauenhaus Cocon“.

Wir gehören keinem Dachverband an. Als Frauenhaus im ehemaligen Ostteil Berlins fühlen wir uns der jungen Frauenhausbewegung in den neuen und der Frauenhausbewegung in den alten Bundesländern verbunden. Deshalb sind wir als Verein in der Zentralen Informationsstelle der autonomen Frauenhäuser (ZIF) organisiert und arbeiten dort mit.

Finanziert wird das Frauenhaus von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und über Spenden. Es bietet Platz für insgesamt 53 Frauen und Kinder. Zur Zeit arbeiten 12 Mitarbeiterinnen, alle auf Teilzeitstellen, bei uns. 9 davon im pädagogischen Bereich.